Working Process

Dorothea Hilti paints her pictures from a birds' eye view. She lays the canvas on the floor and with considerable concentration and precise intention applies the paints to it. Although, the first lines and paint spots appear to derive from an organised chaos, some sort of order appears out of the interaction of colour, lines, and joins together the existing empty spaces. The paintings that result from this process all show something of a similar procedure, but the resulting motifs are anything but alike, so much so that it is possible to identify several categories: church windows, calligraphies, or "secrets de l'atelier". With this last category she choses pieces of foil that were originally used for covering the floor whilst she was working. This was done in order to create collages. On these fragments, the shadows play a signatory role and emphasise the outline of the body. Within these individual categories the ramifications can again be ascertained, for instance in the treatment of lines and spaces. In somes pictures that were created in the autumn of 2005, this can be predetermined in previous paintings, where dense nets of lines have taken over the free spaces. The areas inside the lines are magnified but nevertheless do not remain empty. They are filled by varying shades of colour which gives the painting a decorative impression. By decorative we mean the harmonising structure of the area as well as the finely balanced colours. The classifications are artificial and are interpreted by the virtual eye.

It is fascinating to see the wide spectrum of Dorothea's work, as well as her usage of different materials: paper, plastic foil, knob plastic (bubble plastic), old wooden planks, even the bark of trees are all used as painting materials. On the one hand she widens the framework of painting by expanding beyond the area of panel painting, on the other hand she keeps the visual impression of these various materials in her finished painting. It is all about using special techniques and methods in order to find a personal process which works and also to undermanifest enjoyment in the different experiments. The painted bark functions like a "hanging garden" floating in perspex boxes. A new aspect of the knob plastic works of art is that the dry colour is completely removed from the material and is formed into "gilets", landscapes or into various other objects. Wet newspaper is drapped onto the canvas and worked in with acrylic paint.
Dr. Simon Baur
The following video shows the beginning of some paintings ...

Arbeitsweise

Dorothea Hilti malt ihre Bilder aus der Vogelperspektive. Sie legt die Leinwände auf den Boden und bringt mit hoher Konzentration und präziser Sicherheit die Farbe auf den Träger. Obwohl die ersten Linien und Flecken zunächst einem organischen Chaos zu entstammen scheinen, konkretisiert sich daraus eine Ordnung, die aus der Interaktion von Farbe, Linien und den damit verbundenen Leerräumen besteht. Die Bilder, die aus diesem Prozess resultieren, weisen zwar alle eine ähnliche Vorgehensweise auf, motivisch differieren sie aber so sehr, dass es gelingt, diverse Kategorien zu bestimmen, die die Bilder zu einem mentalitätsmässigen Kontext verbinden: Kirchenfenster, Kalligraphien oder "secrets de l'atelier". Bei letzteren etwa wählt sie Stücke von Folien aus, die ursprünglich als Abdeckung für den Boden dienten, auf dem sie arbeitet, um damit Collagen zu kreieren. Bei diesen Fragmenten spielt der Schatten eine unterzeichnende Rolle und betont die Kontur des Körpers. Dabei lassen sich auch innerhalb der einzelnen Kategorien wiederum Verästelungen feststellen, etwa in der Behandlung von Linie und Fläche. In einigen Bildern, die im Herbst 2005 entstanden sind, wird das in den vorhergehenden Bildern sichtbare, dichte Liniengeflecht zugunsten der Fläche aufgegeben. Die Binnenflächen zwischen den Linien werden vergrössert, bleiben aber nicht etwa leer. Sie werden von unterschiedlichen Farbtönen eingenommen, was zu einem dekorativen Bildeindruck führt. Dekorativ meint hier die harmonische Gliederung der Fläche, sowie ihre angenehm abgestimmte Farbe. Die Klassifizierungen sind "künstliche" und werden vom virtuellen Auge interpretiert.

Faszinierend sind sowohl das Spektrum der Arbeiten Dorothea Hiltis, wie auch ihr Umgang mit unterschiedlichen Materialien. Papier, Plastikfolien, Noppenplastik (papier bulle), alte Bretter, selbst Rinden werden als Malgründe verwendet. Einerseits erweitert sie damit den Rahmen der Malerei, die damit über die Fläche des Tafelbildes hinauswächst, andererseits bleibt der visuelle Eindruck des Trägermaterials bis zuletzt erhalten. Es geht darum, spezielle Techniken und Verfahren anzuwenden, um einen eigenen Prozess in Gang zu bringen, sich über die unbeschränkten Möglichkeiten klar zu werden und die Lust an den unterschiedlichsten Experimenten zu manifestieren. Die bemalten Rinden funktionieren wie "hängende Gärten", in Plexiglaskästen schwebend. Bei den "papier bulle"-Arbeiten ist neu hinzugekommen, dass die trockene Farbe gänzlich vom Träger losgelöst und zu "Gilets", zu "Landschaften" oder zu sonstigen Objekten geformt wird. Nasses Zeitungspapier wird auf Leinwand drapiert und mit Acryl bearbeitet.
Dr. Simon Baur
Das folgende Video zeigt den Anfang einiger Arbeiten ...


© 2003-2016 - Dorothea Hilti - Switzerland